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Eine satirische Revue der Wiener Mozart Company – zwischen Macht & Märchen & Karikatur

 

Am Mittwoch, 12. Oktober 2016 um 19:00 Uhr

im Kunstraum der Ringstrassen Galerien

1010 Wien, Kärntnerring 11-13 / 144 (Obergeschoß)

 

FOTOS von der Veranstaltung

Bericht und Fotos im Neuen Merker

 

500 Rüdenauer Meinhard

 

MITWIRKENDE


Johannes Kirchner – Bariton (altes Habsburg-operettiges & Wiener Lieder)
Wilhelm Pfeistlinger – Literatur ("Die Zeit des Kaisers")
Roman Maria Müller – Pantomime
Albert Rueprecht – Caprice "Des Kaisers Traum von unwandelbarer Liebe"
Elisabeth Kirchner (Mezzosopran)
Meinhard Rüdenauer – Musik & Texte

 

Gedanken zur Kulturreihe "AUFSTIEG UND FALL DES HAUSES HABSBURG"
von Meinhard Rüdenauer

Wie so unschöpferisch in Österreich gepflegt: Man feiert Jubiläen nach Jahreszahlen. Und eben, vor 100 Jahren hat sich die Herrschaft der Habsburger verflüchtigt.

 

Sehen wir dies bitte als einen Probegalopp für weitere kreative Aktionen an, um sich mit Zerfallserscheinungen – aber auch mit einem Bemühen um aufbauende positive Denkungsart – künstlerisch auseinanderzusetzen. Sich in den Aufstieg und Fall des Hauses Habsburg zu verfangen, würde zu einer endlosen Geschichte führen. Dazu fehlt uns in der zersplitternden gegenwärtigen heimischen Kultur in diesen Tagen wohl Kraft. Und so sei erlaubt, auf eher satirische Art über Parallelen zwischen dem Untergang der Monarchie vor 100 Jahren und den aktuellen Auflösungserscheinungen der 2. Republik.

 

Die gerade verloren gegangenen Traditionsfirmen AKG, RHI (früher Veitscher Magnesitwerke), Vogel & Not, die quer durch die Parteien ausgelöste Bankaffairen – unzählige Debakel. So rosig und mit Persönlichkeiten besetzt ist Österreichs Wirtschafts –, vor allem aber das Geistesleben in den beiden letzten Jahrzehnten nicht gewesen. Es hat an seriösen Größen gefehlt.

 

Im Kulturleben ist solch ein Zerbröckeln eigenständigen Schaffens längst gegeben. Auch hier, wie in der EU-Wirtschaft: es geben internationale Seilschaften den Kurs zu eigenen Vorteilen vor. 'Schikaneder', Opernballett, Sänger, Salzburger Festspiel, Wiener Festwochen .... da ist kaum noch Eigenbau dabei. Und niemand versucht einen Umschwung im Denken zu erreichen.

 

Nun, man kann dies auch anders sehen. Die Österreich-Werbung arbeitet mit hohem finanziellen Einsatz perfekt. Auch zum 100. Todestag von Kaiser Franz Josef wird in Richtung positiver Tourismuswerbung gepolt. In Gesprächen mit den verbliebenen Intellektuellen ist immerhin ständig klare Kritik an den politischen Umständen um 1900 herauszuhören. Versuchen wir es mit feiner Unterhaltung. Zu erwarten bleibt, dass sich in unserer Misere endlich auch Persönlichkeiten mit seriösem Charisma profilieren können.

 

Historien Kaiserin Elisabeths, Kronprinz Rudolfs und Kaiser Franz Josephs Sterbestunden & Der Fall Gustav Sigmund Graf Kálnoky von Köröspatak & etliches mehr an Satire.

 

lilia 2120
MORAL 4.0