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Rudolf =  Ruhm, Ehre und Wolf
der WOLF, Stammvater der Hunde, sie begleiteten Rudi Svoboda sein Leben lang. Er fühlt sich wohl im Rudel – daher wohl auch sein Bedürfnis, im Verein mit anderen Künstlern zu wirken. Alleine, wäre er der „einsame Wolf“. Seinen Namenstag sollte Rudi am 30. April feiern. Dieser bezieht sich auf Rudolf den Schweiger. Konflikten versucht er aus dem Weg zu gehen und schweigt lieber. Das muss wohl der KREBS als Aszendent im Sternzeichen des WIDDERS sein. Wenn es ums Eingemachte geht, spricht er jedoch als Rudelführer sehr wohl ein Machtwort.


Svoboda =  (aus dem Tschechischen)  Freiheit
FREIHEIT ist für Rudi von großer Bedeutung. Freiheit im Lebensstil, Freiheit in der Politik, Freiheit im Bereich der Kunst. Er lässt sich auch bei seinen Werken auf keinen Stil festlegen. So ist es logisch, dass zur Finissage das Orchester ohne Grenzen mit Künstlern aus Deutschland, Japan und Schweden aufspielt.

 

Sela Petra 2017 03 500


Er ist 1937 in eine turbulente Zeit hineingeboren.
Der spanische Bürgerkrieg tobt und Hitler bereitet einen Angriffskrieg vor. Im April wird die Stadt GERNIKA von der deutschen Luftwaffe zerstört – PABLO PICASSO stellt das Leiden in seinem berühmten Gemälde Guernica dar.

Picasso sagt dazu: „Es ist mein Wunsch, Sie daran zu erinnern, dass ich stets davon überzeugt war und noch immer davon überzeugt bin, dass ein Künstler, der mit geistigen Werten lebt und umgeht, angesichts eines Konflikts, in dem die höchsten Werte der Humanität und Zivilisation auf dem Spiel stehen, sich nicht gleichgültig verhalten kann.“


Auch Rudi ist ein durch und durch sozial bewusster Mensch, dem es nicht egal ist, was auf unserem Planeten passiert. Und wie Picasso ist er vielfältig in seiner Kunst. Das Arbeiten mit verschiedenen Materialien ist ihm wichtig, das Haptische und das soziale Umfeld im Zentrum.
1937 fand die deutsche Wanderausstellung  „Entartete Kunst“ statt, bei der Werke namhafter Maler präsentiert wurden, um dem Volk zu zeigen, wie Kunst NICHT zu sein hatte. Wertvolle Gemälde wurden vernichtet. – Ein großer Antrieb für den WIDDER, jetzt erst recht sein Leben der Kunst zu widmen. Auch der JAZZ war in der Hitlerzeit „Entartete Kunst“, natürlich ist Rudi immer wieder Gast im Jazz-Land.
In diesem Jahr ist auch die Hindenburg explodiert – was anscheinend dazu führte, dass Rudi das „Fliegen“ total ablehnt. Um ihn mit einem Flugzeug zu transportieren, müssten wir ihn betäuben, wie Mr. T. in der Amerikanischen Action-Serie das A-Team.


Aufgewachsen ist Rudolf Svoboda in FAVORITEN, am Wienerberg. Seine Eltern stammten aus der Tschechoslowakei. Im Krieg mit großer Familie (er hatte 5 Brüder) musste man schon Einfallsreich sein und das war sein Vater. Mit Geschick jonglierte er seine Familie durch diese schwere Zeit. In Gesprächen mit ihm konnte Rudi auch die Kriegsjahre gut aufarbeiten. Vom 7. bis zum 40. Lebensjahr spielte er Fußball – er wurde in allen Positionen eingesetzt, außer als Tormann. Überhaupt sportelt er gerne, spielt u.a. Tennis und radelt.


Gelernt hat Rudi LEDERGALANTERIST, er fertigte Handtaschen, Koffer, Schultaschen usw. an. Kein Wunder, bezaubert er uns mit seinen wunderbaren Lederarbeiten. In den 70er Jahren kam er in die Fa. Schneider, wo er auch Nybia Gomez und Braulio Vazquez aus Uruguay kennenlernte. Eine Freundschaft bis heute entstand. Schon als Kind hat Rudi viel gezeichnet und sich immer künstlerisch betätigt. Später  nahm die Kunst einen noch größeren Platz in seinem Leben ein. Zeitweise war er freischaffend tätig, in seinem gelernten Beruf nur ab und zu – quasi nach Bedarf.


Gemeinsam mit Fritz Roubicek arbeitete er im Atelier in Liesing, Hochwassergasse 24.  Die dortige Hausfrau bestärkte ihn in seiner künstlerischen Tätigkeit und animierte ihn, Ausstellungen in der Hochwassergasse zu machen. Über 20 Jahre veranstaltete er Ausstellungen und arbeitete gemeinsam mit anderen Künstlern in den Räumen dieses alten Fuhrwerkerhauses, welches von den Besuchern wegen seiner Gemütlichkeit und der urigen Ausstrahlung sehr beliebt war. Als der Hausherr keine Fremden in den Räumen haben wollte, wechselte Rudi in den 9. Bezirk, in die Garnisongasse und gründete den KUNSTKREIS 24 mit eigener Galerie, die er 10 Jahre gemeinsam mit Petra Sela, früher Renate Niedermaier, führte. Nach einem kurzen Abstecher in eine Atelier-Gemeinschaft am Puchsbaumplatz, im 10. Bezirk, zog er in die Gudrunstraße, wo er die Kunstplattform arteMIX gründete, die er nun auch schon 6 Jahre gemeinsam mit Verena Prandstätter leitet. Bei dieser Gelegenheit großen Dank an Verena Prandstätter, die diese Veranstaltung organisiert hat und an alle anderen, die zum Gelingen beigetragen haben.


Heute, am 25. März findet im Haus der Musik das „Sinnesrauschen 2017“ statt, eine Veranstaltung der Alternativ-Szene in Kooperation mit der Vienna Songwriting Association. In diesem Sinne möchte ich Sie in Kooperation mit Hubert Thurnhofer zum SINNESRAUSCHEN in Rudis Ausstellung hier im KUNSTRAUM der Ringstrassen Galerien einladen und erkläre die Ausstellung für eröffnet.


Petra Sela, am 25. März 2017

 

Siehe auch FOTOS der Ausstellung

Die Nachrichtenagentur pressetext.com bericthet am 1.4.2017

Franz Johann Morgenbesser machte Fotos von der Finissage

 

2017 03 25 Rudi Svoboda

 

 

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