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Von 14. August bis 2. September 2017
Vernissage: Donnerstag, 17. August 2017 um 19.00 Uhr

der Kunstraum in den Ringstrassen Galerien
1010 Wien, Kärntnerring 11-13 / 144
Geöffnet Mo-Sa von 10:00 bis 19:00 Uhr

 

1987, damals 42 Jahre alt, hat Albert Hoffmann eine mutige Entscheidung getroffen. Der Kaufmann hat sein Geschäft, das zwei Jahrzehnte erfolgreich gelaufen ist, eingestellt um Künstler zu werden. Der Anlass war Tschernobyl, doch die Ursache war der Wunsch, seinen Jugendtraum zu verwirklichen. Nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl ist der Markt für Obst und Gemüse eingebrochen und Hoffmann musste sich neu orientieren. Jeder „normale“ Unternehmensberater würde Hoffmanns Entscheidung als „verrückt“ bezeichnen, ausgerechnet die Kunst als neuen Lebensinhalt zu wählen.

 

Hoffmann Vernissage 500

 

Von Anfang hatte Albert die Überzeugung, seine Ziele zu erreichen. Genauso wichtig war aber, dass seine Frau Anneliese die Entscheidung mitgetragen hat. Sie wusste wohl am besten, dass Albert auch als Kaufmann schon ein talentierter Kommunikator und insgeheim ein Künstler war. So wurde aus dem Kaufmann, Kommunikator und Künstler ein Künstler, Kommunikator und Kaufmann. Nicht zuletzt sei an der Stelle erwähnt, dass zu diesem Zeitpunkt seine wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht gerade rosig waren. Dennoch schaffte er - gleichsam wie Phönix aus der Asche - dank seines Idealismus und seiner Hingabe an die Kunst quasi aus dem Nichts einen Neubeginn  - ein unglaublicher Teil in der phantastischen Geschichte des Albert Hoffmann.

 

Geschichte besteht aus Geschichten, und davon kann Hoffmann viele erzählen. Mit elf Jahren hat Albert bei einem Unfall auf dem Spielplatz – und das war damals der Friedhof – seinen rechten Unterarm verloren. Schon damals hat er das Beste aus einer üblen Situation gemacht und begonnen zu zeichnen. Zeichnen wurde zur Leidenschaft, für die aber in den Aufbaujahren nur wenig Freizeit geblieben ist. Das hat sich 1987 geändert. Zunächst besuchte Hoffmann zur Perfektionierung seiner Techniken Kurse bei  Professor Michael Haas, wobei zunächst das Aquarell im Mittelpunkt stand und in weiterer Folge die verschiedenen Techniken der Ölmalerei.

 

Karl Novak, Präsident der Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs, zählt Hoffmann „zu den führenden Aquarellmalern Österreichs. Auch seine Acryl- und Ölbilder sowie seine graphischen Arbeiten sind von überragender künstlerischer Qualität“.

 

Bei Kunstkursen an der Salzburger Volkshochschule und an der Sommerakademie Baden hat Albert sein Talent zum Unterrichten unter Beweis gestellt. Über den Künstler und Kommunikator sagt Heinrich Salfenauer, der ehemalige Leiter der Volkshochschulen Salzburg: „Hoffmann verbindet seine Lust, am Ausdruck mit Farben und Stiften zu arbeiten, immer wieder mit der Freude, mit Erwachsenen zu arbeiten. Er sucht dabei Plätze aus, die zum Sehen inspirieren, die das Kreative und Spontane bei seinen Teilnehmern zulassen; dabei geht es ihm nicht darum, dass seine Sichtweisen kopiert werden, sondern für ihn steht die Entfaltung jedes Teilnehmers im Mittelpunkt. Er ist ein Lehrender, der hilft, verborgene Talente zu wecken, der aber auch ermutigt, wegzulassen oder hinzuzufügen.“

 

Seit 1996 hält Hoffmann Kunstkurse und organisiert Malreisen. Darüber hinaus gründete Hoffmann in seiner Heimatgemeinde Gloggnitz eine Malschule im Schloss Gloggnitz, wo sich auch das Atelier des Meisters befindet. Sein Kurs „Aquarellieren nach der Malschule Albert Hoffmann“ ist als DVD erschienen und wurde auch im ORF vorgestellt. 2004 gründete der Künstler einen Verein, um im Schloss und im Schlosspark Gloggnitz kulturelle Veranstaltungen (z.B. Bodypainting, Symposien,...) zu organisieren. Seit 2013 ist er außerdem ehrenamtlicher Kurator der Galerie Schloss Rothschild in Reichenau.

 

Obwohl Hoffmann in Wien geboren ist, hat er in Niederösterreich Wurzeln geschlagen. Im Vorjahr wurden ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst sowie das goldene Ehrenzeichen der Stadt Gloggnitz verliehen. Bereits 2010 erhielt er den Berufstitel Professor.

 

Ein wahrer Künstler kennt keine Grenzen, und so gewinnen nun überregionale und internationale Aktivitäten an Bedeutung. Die Ausstellung „Der heilige Martin“ im Vatikan, 2014, war der bisherige Höhepunkt von Hoffmanns internationaler Karriere. In Wien waren Werke des Künstlers bereits in der Galerie Wolfrum, in der Gloriette, im ORF-Zentrum, im Bezirksmuseum Altes Rathaus, im Curhaus St. Stephan und nicht zuletzt, 2015, im Heeresgeschichtlichen Museum zu sehen. Zur Sonderausstellung “Historismus und Moderne IV – Der Erste Weltkrieg in zeitgenössischer und moderner Kunst” ist ein Katalog erschienen.

 

Die Retrospektive im Kunstraum bietet einen Querschnitt von 30 Jahren Grafik, Aquarell und Malerei – und kann doch nur einen kleinen Ausschnitt aus dem großen Oeuvre des Künstlers zeigen. Doch Hoffmann-Fans können schon jetzt die nächsten Ausstellungstermine planen – vielleicht in Verbindung mit einer vorweihnachtlichen Reise 2017 in die „Ewige Stadt“ (Pilgerzentrum, vía del banco di Santo Spirito, 58, Rom) oder bei einem Sommerurlaub 2018 in Slowenien. Termine:

Bled, Burg Blek: Juni bis Ende September 2018
„Historischer Bogen - Bled und die Krain“

Piran, Altes Salzlagerhaus (heute Stadtgalerie)
Juni bis 8. September 2018
„Vertraute Begegnungen Slowenien - Österreich“

 

Seminare von Professor Albert Hoffmann (2017):
Wien
Graz
Vorarlberg
Reichenau (Schloss Rothschild)
Schloss Gloggnitz

Malreisen 2017:
Osttirol
Italien
Südsteiermark

Auskunft über alle Seminare und Malreisen:
albert-hoffmann.at

 

Crowdfunding

für Moral 4.0

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