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Wien (pts 27.05.2019) - Die Wiener Künstlerin Julia Bugram will gemeinsam mit Passantinnen und Passanten an 50 Standorten in Wien das Unmögliche möglich machen: aus einer Million 1-Cent-Münzen soll eine zweieinhalb Meter hohe und fünf Meter breite Skulptur entstehen, die zwei ineinandergreifende Hände als Zeichen des Miteinanders formt. Ein einzelner Mensch würde dafür rund zwei Jahre benötigen. Mit Unterstützung vieler helfender Hände und einer Crowdfunding-Kampagne auf wemakeit.com soll das Vorhaben aber bereits in nur wenigen Wochen umgesetzt werden.

 

Crowd funding raising hands 500

 

Raising Hands als partizipatives Kunstprojekt

"Eine Million Ein-Cent-Stücke" formen sich vor den Augen von Passantinnen und Passanten und werden mit deren Hilfe zu einem Relief. Zuerst flach hingestreckt über eine Fläche von elf Quadratmetern, wachsen Nägel, Finger- und Handgelenke, Handbeuge, Arme - zwei ineinandergreifende Hände - Stück fur Stück aus dem Boden. Das ist die Vision der Wiener Künstlerin Julia Bugram, die aktuell mit ihrem partizipativen Kunstprojekt "Raising Hands" in der Bundeshauptstadt die Gemeinschaft für die Erstellung eines Kunstwerks gewinnen möchte.

 

Ziel ist es, insgesamt eine Million Ein-Cent-Stücke in Form von zwei sich helfenden Händen anzuordnen und daraus eine rund zweieinhalb Meter hohe, fünf Meter breite und einen halben Meter tiefe Skulptur zu formen. "Ich wollte das Projekt sehr niederschwellig halten und habe daher das Sujet der Hände gewählt, weil es einfach und klar ist. Wer möchte kann und darf mitmachen. Der kleinste Beitrag der (finanziell) geleistet werden kann, ist ein Cent. Weil er so gering ist, wird er meist belächelt. Wenn aber viele Menschen solche winzigen Beiträge geben, dann summiert sich das - insgesamt ergibt sich am Ende ein tatsächlicher Barwert in Höhe von 10.000 Euro", so die Künstlerin.

 

Das Miteinander und die Gemeinschaft stärken

Im Vordergrund des Projekts steht aber nicht das Geld, sondern das Miteinander. Julia Bugram: "Raising Hands stärkt die Gemeinschaft und zeigt auf, dass diese gemeinsam schier Unmögliches erreichen kann. Gerade in der heutigen Zeit und in Anbetracht politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen ist es sehr wichtig, das Gemeinschaftsgefühl zu prägen und zu stärken, sowie Bewusstsein zu schaffen - besonders im Umgang miteinander." Denn für die Umsetzung würde ein einzelner Mensch rund zwei Jahre brauchen, mit Hilfe der Community verkürzt sich diese Zeit jedoch auf ein paar Wochen.

 

Miteinander etwas schaffen, dieser Gedanke steckt auch hinter dem Konzept von Crowdfunding. Und so hat die Künstlerin sich dazu entschieden, das Projekt über die Plattform wemakeit einer noch breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Rahmen des Bank Austria Kunstpreises haben Interessierte die Möglichkeit, sich an dem Projekt zu beteiligen und erhalten im Gegenzug dafür unterschiedliche Goodies - unter anderem eine Einladung zur Auftaktveranstaltung von "Raising Hands" sowie hochwertige Fotografien, diverse Kunstwerke oder ein Überraschungspaket.

 

Über den Link https://wemakeit.com/projects/raising-hands ist die Teilnahme bis Ende Juni noch möglich, bis Jahresende soll das Kunstwerk dann realisiert werden und nach der Fertigstellung im öffentlichen Raum aufgestellt werden.

Links:

Website: http://www.raisinghands.net

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