Eröffnung: Montag, 2. März 2025 um 18:00 Uhr
Dauer der Ausstellung 2. bis 14. März 2026
Galerie Contemplor
1170 Wien, Kalvarienberggasse 46
In einer Welt voller Bilder scheint es einfach, ein Foto zu machen, doch es ist schwer, es wirklich zu sehen. Stephanie Cohen war mehr als nur Fotografin; sie war eine Erforscherin der menschlichen Seele, eine Wanderin im Herzen und eine Frau, die tiefe Verbindungen zwischen Kulturen, Gemeinschaften und Individuen suchte und fand. Durch ihre Kameralinse dokumentierte sie nicht nur, sie beobachtete, hörte zu und berührte.
„Weltenbummlerin“ ist der erste Teil einer Trilogie, die die Welt bereist. Anders als eine Touristin, die nur vorbeizieht, war Stephanie präsent. Sie gab sich nicht damit zufrieden, atemberaubende Landschaften oder berühmte Sehenswürdigkeiten zu sehen, sondern suchte nach dem, was dahinter lag: nach dem Gesicht, dem Blick, der Geschichte am Wegesrand.
Fotografie war für sie ein stiller Dialog; selbst wenn es keine gemeinsame Sprache gab, verstand sie es, durch den Blick zuzuhören, den Puls des Ortes zu spüren und einen geschützten Raum zu schaffen, in dem die Person vor ihr einfach sein konnte. Diese Schlichtheit, diese Ehrlichkeit, machen ihre Fotografien so berührend.
Ihre Fotografien rücken die Menschen in den Mittelpunkt, denen sie begegnete: Frauen, Männer, Kinder und ältere Menschen aus allen Teilen der Welt. Von den Anden bis zu Märkten in Afrika, von abgelegenen Dörfern in Asien bis zu Gassen in europäischen Städten. Jedes Foto ist ein Moment der Begegnung, der menschlichen Erkenntnis, der Sprache, Religion, Geschlecht und Grenzen überwindet. Ihre Werke zeugen von der kulturellen Sensibilität, der Bescheidenheit und dem Respekt, mit denen sie jedem Porträtierten begegnete.
Stephanie dokumentierte nicht nur die Welt, sie interpretierte sie mit warmherzigen Augen, feinem Gespür und Liebe zu den Menschen. „Weltenbummlerin“ ist nicht nur die Beschreibung einer geografischen Reise, sondern eine emotionale, soziale und menschliche Reise. Es ist der Blick auf die Welt durch die Augen einer Person, die jeden Menschen als eine eigene Welt wahrnahm.
Stephanie wurde am 6. August 1953 in London als einziges Kind ihrer Eltern geboren. 1973 kam sie für sechs Monate als Freiwillige nach Israel. Dort lernte sie ihren Mann Ami kennen, und gemeinsam entwickelten sie eine große Liebe und Leidenschaft für das Reisen um die Welt. Stephanie starb im März 2024 an Krebs.
Text: Ilana Carmeli Lanner

Foto: Courtesy CAN-Artmagazine
"A World Explorer" - Stephanie Cohen
In a world saturated with images, it seems easy to capture a photo, but it is really difficult to see it. The late Stephanie Cohen was more than just a photographer; she was an explorer of the human soul, a wanderer at heart, and a woman who sought and found deep connections between cultures, communities, and individuals. Through her camera lens, she not only documented, she observed, listened and touched.
"World Explorer" is an instalment in a trilogy that showcases around the globe. Unlike a passing tourist, Stephanie was present. She was not merely content with seeing breathtaking landscapes or famous sites, she sought what was beyond it, the face, the gaze, the story on the roadside.
Photography for her was a silent conversation; even when there was no common language, she knew how to listen through the gaze, feel the pulse of the place, and create a safe space where the person in front of her could simply be. This simplicity, this honesty, is what makes her photographs so touching.
Her photographs focus on the characters she met: Women, men, children and the elderly from all corners of the world. From the Andes to markets in Africa, from remote villages in Asia to alleys in European cities. Each photograph is a moment of connection, of human recognition that transcends language, religion, gender or borders. Her works show the cultural sensitivity, modesty and respect with which she approached each person she photographed.
Stephanie not only documented the world, she interpreted it with kind eyes, with sharp sensitivity and with love for people. "World Explorer" is not just a description of a geographical journey; it is an emotional, social and human journey. It is a look at the world through the eyes of someone who saw each person as a whole world.
Stephanie was born on 6/8/1953 in London as the only child of her parents. In 1973, she came to Israel as a volunteer for 6 months. There she met her husband, Ami, and together they developed a love and passion for travelling around the world. Stephanie passed away from cancer in March 2024.
Text: Ilana Carmeli Lanner

Foto: Courtesy CAN-Artmagazine


