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Jazzstandards und georgische Volkslieder

Die georgische Sängerin Teona Mosia und der serbische Pianist Nikola Stanosevic spielen seit vier Jahren zusammen und haben einen eigenen Stil gefunden: eine Fusion von Jazz und klassischer georgischer Musik, die mit Motiven aus dem Kaukasus den Geist der Freiheit versprüht.

Das Interview führte Anastasia Spegalskaya

 

Wie hat die Zusammenarbeit angefangen?

NS: Das Projekt mit Teona hat als Duo vor etwa vier Jahren angefangen. „Georgischer Jazz“ tritt in unterschiedlichen Formationen zusammen, es gibt auch ein Quartett und wir spielen sogar als Quintett.

 

Wie haben Ihre musikalischen Karriern begonnen?

TM: Ich habe meine Jazz Karriere 2010 angefangen, früher habe ich mich mit ganz anderer Musik beschäftigt, unter anderem mit georgischer Volksmusik, Rock, Punk usw. An Jazz habe ich zuerst nicht gedacht, aber hier in Wien habe ich Jazz entdeckt und dann angefangen am Konservatorium zu studieren.

NS: Alle in meiner Familie sind Musiker und ich wusste schon als Kind, dass ich ein Musiker werde. Aber niemand von meiner Familie hat Klavier gespielt und ich habe schon mit sechs Jahren mit klassischer Musik angefangen; mit 16 wurde mein Interesse an Jazz geweckt. Außer traditionellem Jazz spiele ich auch gerne modern Jazz, Soul, Punk gemischt mit Elektronik. Ich liebe es vielseitig zu sein.

 

Diese Kombination aus Jazz und georgischen Volksliedern ist faszinierend, wie sind Sie darauf gekommen?

TM: Ich wurde natürlich beeinflusst: Balkan Jazz war eine Inspirationsquelle. Am Anfang war ich sehr vorsichtig mit dieser Musik aber nachdem ich begonnen habe mit Nikola zu spielen, war es ganz leicht diese Musikrichtung zu finden.

 

Wie unterscheidet sich georgisches Jazz von den anderen Richtungen?

TM: Es gibt natürlich eine georgischen Jazz in Georgien, aber ich glaube, dass ich meine eigene Richtung gefunden habe. Viele in Georgien spielen auch andere Instrumente wie Panduri oder Chonghur und sie nennen das Jazz. Aber ich singe auf Georgisch und die Musiker spielen einfach klassischen Jazz und das ist eine fantastische Kombination. Und der besondere Klang entwickelt sich daraus, dass Nikola aus Serbien kommt und ich von den Klangwelten Georgiens inspiriert bin.

 

Was ist das Besondere am heutigen Konzert?

NS: Das ist unser erstes Konzert im Kunstraum, und die Atmosphäre in dieser Galerie ist sehr angenehm. Heute spielen wir Jazzstandards und georgische Volkslieder, lustigerweise, da sie auf georgisch sind – verstehe ich sie gar nicht.

 

Haben Sie ein Lieblingsstück aus heutigem Programm?

TM: Ich liebe wirklich alle Lieder von uns. Am Anfang spielen wir ein „Sonnenlied“, das ist ein georgisches Begrüßungslied, das ist kein Volkslied, aber ich beginne die Konzerte sehr gerne mit diesem Lied. Und am Ende spielen wir auch ein besonderes heimisches Stück, „Eriheli“, das ist ein sehr altes Stück und kommt aus West-Georgien. Ich, persönlich, finde beim jedem Konzert das erste und das letzte Lied sehr wichtig.

 

Konzert Georgischer Jazz 500

 

KONZERT mit Teona Mosia - vocal und Nikola Stanosevic - piano

am Freitag, 2. November 2018 um 19:00 Uhr

der Kunstraum in den Ringstrassen Galerien

1010 Wien, Kärntnerring 11-13 / 144 

 

Die in Georgien geborene und in Wien lebende Jazzsängerin Teona Mosia ist mit der Volksmusik ihrer Heimat aufgewachsen. Später entdeckte sie den Jazz und die Improvisation für sich und studierte in Wien Jazzgesang. Teona kombiniert die beiden Genres auf sehr faszinierende und ausdrucksstarke Weise und hat mit ihrer Musik einen einzigartigen Sound entwickelt, der sehr von ihrer großen Stimme, ihrem Temperament und ihrer wunderbaren Musikalität geprägt ist.

 

Im Zusammenspiel mit dem serbischen Pianisten Nikola Stanosevic ist ein neues Musikprojekt entstanden. Das Repertoire beinhaltet Arrangements von traditionellen georgischen Volksliedern sowie neu interpretierte Jazz-standards. Kraftvolle Rhythmen sowie mystische und lyrische Klänge aus Georgien sind zu hören.

 

 Teona Mosia 1 500

 

lilia 2120
MORAL 4.0