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SOLO KLAVIER KONZERT MIT ERIKO TAKAHASHI

Am Samstag, 19. Jänner 2019, um 17:00 Uhr

Im Kunstraum der Ringstrassen Galerien (Nähe Oper)

1010 Wien, Kärntnerring 11-13 / 144 (Obergeschoß)

Weiterer Termin: Sonntag, 27. Jänner 2019 um 20:00 Uhr im Schloss Goldegg

Japanische Pianistin überzeugt mit Raritäten aus Österreich

Konzertbericht von Anastasia Spegalskaya

 

Im Kunstraum spielte am 19. Jänner die Pianistin Eriko Takahashi, Preisträgerin internationaler Klavierwettbewerbe in Italien und in Polen.Sie spielte Werke von Franz Xaver Mozart bis Till Alexander Körber, ein Programm österreichischer Komponisten, welche neben den großen Strömungen individuelle musikalische Wege gehen.

 

Eriko Takahashi wurde 1987 in Japan geboren. Sie hat schon mit vier Jahren angefangen Klavier zu spielen und im Alter von elf Jahren spielte sie in einem Konzert in Tokio mit der Capella Cracoviensis. Sie studierte an der Toho-Gakuen-Musikhochschule in Tokio und ist vor acht Jahren nach Österreich gekommen. Hier studierte sie an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz und der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz. 2015 erhielt sie ein Stipendium vom Rotary Club Wels. Eriko hatte als Solistin, Kammermusikerin und Liedbegleiterin bereits zahlreiche Auftritte in Japan, Österreich und anderen Ländern Europas.

 

Mit den bekannten Komponisten wie Mozart, Beethoven oder Brahms hat Eriko sich schon in Japan beschäftigt, aber die Raritäten, die sie im Kunstraum in der Nähe der Wiener Oper spielte, hat sie erst in Österreich kennengelernt. Der Reiz des Unbekannten motiviert sie stärker als bekannte „Schlagermelodien“ zu spielen. Für Eriko ist es wichtig nicht nur die Werke von bekannten Meistern zu spielen und aufzuführen, sondern auch von unbekannten oder zeitgenössischen Komponisten. Im laufe der Geschichte waren auch die heute allgegenwärtigen Altenmeister noch unbekannt. Johann Sebastian Bach erweckte die „erke von Antonio Vivaldi zu neuem Leben, sowie später Felix Mendelssohn Bartholdy, der den aus der Mode gekommenen Johann Sebastian Bach wieder populär machte.

 

Wer gerade als bekannt oder unbekannt gilt, ist oft nur eine Frage der Zeit und des Musikgeschmacks derer, die für Konzertprogramme verantwortlich sind. Manchen Künstlern ist es ein persönliches Anliegen, zeitgenössische Werke aufzuführen oder sogar zu beauftragen. Man denke zum Beispiel an die Geiger Anne-Sophie Mutter oder Gidon Kremer, die im Laufe ihrer Karrieren eine Vielzahl von Erstaufführungen zeitgenössische Komponisten uraufgeführt haben.

 

Nicht nur für arrivierte Künstler, sondern auch für junge Musiker ist es eine künstlerische Notwendigkeit sich mit der Moderne zu beschäftigen. Im Zuge der musikalischen Ausbildung (z.B. auf der Hochschule) wird vornehmlich die traditionelle Musik- und Aufführungskunst weitergegeben. Moderne Musik hingegen bricht musikalisch und aufführungstechnisch aus diesen Mustern aus. Junge KünstlerInnen müssen beim einstudieren moderner Werke über das traditionelle „Handewerk“ hinauswachsen und neue Horizonte erforschen. Das ist unter anderem ein Grund dafür dass heutzutage bei fast jedem großen internationalem Wettbewerb jeder Teilnehmer ein explizit für dieses Event komponiertes Werk uraufführen muss. Die technische und stilistische Interpretation dieses Werkes zeigt der Jury wie flexibel und kreativ ein junger Künstler ist.

 

In der heutigen Zeit ist die Vielfalt an Interpretationen der klassischen und „großen“ Werke durch CD und Internet gerade zu grenzenlos. Viele von diesen Werken werden so oft gespielt, dass sie geradezu „abgedroschen“ wirken. Deshalb kann auch die Pflege „kleiner“ oder unbekannter Komponisten erfrischend wirken und ein neues Licht auf bekannte Komponisten werfen.

Das Programm lädt ein in die Welt

österreichischer Raritäten

aus dem 19. bis 21. Jahrhundert.

 

Mit Werken von Franz Xaver Mozart bis Till Alexander Körber spannt sich das breitgefächerte Programm mit Musik österreichischer Komponisten, welche neben und auch entgegen den großen Strömungen individuelle musikalische Wege gehen.

Eriko Takahashi 250

PROGRAMM

 

 

Franz Xaver Wolfgang Mozart (1791-1840)

 

Variationen über „À peine au sortir de l'enfance“ aus „Joseph“ von Étienne-Nicolas Méhul Op. 23

 Joseph Marx (1882-1964)

Klavierstück G-Dur Nr. 1 und 2
Carneval 
Arabeske

 Wilhelm Kienzl (1857-1941)

 Aus „Dichterreise Op. 46“
1. Morgenstimmung im Hochwalde
3. Am Grabe Robert Schumann‘s
4. Markt in Verona
 Till Alexander Körber (*1967)

 Variationen über “Granum Sinapis”
 Robert Fuchs (1847-1927)

Klaviersonate Nr. 3 Des-Dur Op. 109
1. Allegro moderato assai
2. Andante maestoso
3. Vivace
4. Allegretto grazioso 
 Ernst Křenek (1900-1991)  Sonatina Op. 5 Nr. 1
1. Allegretto
2. Andante molto
3. Vivace

 

Eriko Takahashi (Klavier) studierte an der Toho-Gakuen-Musikhochschule in Tokio, der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz und der Universität für Musik und darstellnde Kunst in Graz. Sie ist Preisträgerin u.a. internationaler Klavierwettbewerben in Italien und in Polen. 2015 erhielt sie ein Stipendium vom Rotary Club Wels. Im Alter von elf Jahren spielte sie in einem Konzert in Tokio mit der Capella Cracoviensis und hatte bis heute als Solistin, Kammermusikerin und Liedbegleiterin viel Auftritte in Japan, Österreich und in anderen Ländern in Europa.

 

Das Konzert wird in Kooperation mit Integration-Bildung-Kultur (IBK), ZVR 473657738, Präsident Dr. Amer Albayati organisiert.

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