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Still und leise ist BAWAG Contemporary am 31.12.2013 von der Bildfläche verschwunden. "Nach drei Jahren im Kunstraum BAWAG P.S.K. Contemporary am Franz Josefs Kai 3 hat sich die BAWAG P.S.K. entschlossen, den Ausstellungsbetrieb mit zeitgenössischer Kunst an diesem Standort mit 31. Dezember 2013 zu beenden und die im Februar 2013 ausgeschriebene Position der künstlerischen Leitung nicht zu besetzen", teilt das Unternehmen mit. Der Standard hat darüber schon am 21. Juni 2013 berichtet - interessiert hat das offenbar niemand: kein einziges Posting wurde dazu abgegeben!

Weiters heißt es in der Mitteilung: "Der BAWAG P.S.K. eröffnet sich ab 2014 die Möglichkeit, das zeitgenössische Kunst- und Kulturprogramm unter dem Titel „BAWAG P.S.K. Contemporary“ in ihrer Zentrale im Kassensaal des Otto Wagner Postsparkassengebäudes fortzusetzen. In diesem Gebäude ist auch das WAGNER:WERK Museum Postsparkasse der BAWAG P.S.K. untergebracht, das sich mit Ausstellungen zu Architektur und Design einen Namen gemacht hat. Der große Kassensaal, eine Ikone der Architektur der Moderne in Wien, soll künftig neben Ausstellungen auch Raum bieten für Veranstaltungen aus den Bereichen Kultur, Bildung und Soziales sowie die Themen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft programmatisch behandeln." Auf gut Deutsch: für zeitgenössische Kunst ist kein Geld mehr da.

Rückblick: Im Jahr 1974 von der BAWAG (Bank für Arbeit und Wirtschaft) gegründet, ist die BAWAG Foundation das älteste nicht gewinnorientierte Kunstzentrum Österreichs. Seit 1995 widmet sich die BAWAG Foundation ausschließlich zeitgenössischer Kunst und konzentriert sich auf die Produktion und Präsentation innovativer, in den verschiedensten Medien arbeitender Künstler. Ihre Programme spiegeln den komplexen Charakter der internationalen Kunst von heute wider.

Die BAWAG Foundation hat Arbeiten anerkannter Künstler wie Jan Dibbets, Hamish Fulton, Richard Tuttle, Lawrence Weiner, Öyvind Fahlström, Richard Jackson und Rodney Graham vorgestellt, aber auch jüngere Künstler und Künstlergruppen wie Kutlug Ataman, Jeremy Deller, Candice Breitz, Tal R, Cerith Wyn Evans, Elke Krystufek, Sam Taylor Wood, Atelier van Lieshout, Bojan Sarcevic und Elmgreen&Dragset präsentiert. Die Sammlungstätigkeit steht aber bei den Ausstellungsprojekten im Hintergrund.

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Bild: Clegg & Guttmann, Portraits and Other Cognitive Exercises 2001–2012, Blick in die Ausstellung, © O.O.

BAWAG Contemporary


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